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Minijobs auf dem Prüfstand Händler warnen vor massiven Arbeitsplatzverlusten

13. August 2026

Neues Ende für Minijobs würde tausende Beschäftigte treffen

Die Mitglieder der Rentenkommission schlagen vor, Minijobs weitgehend abzuschaffen. Die Empfehlung löst in Handel und Dienstleistung Alarm aus: Branchenverbände warnen vor hohen Arbeitsplatzverlusten und einer zusätzlichen Belastung kleiner Betriebe, die viele geringfügig Beschäftigte vergeben.

Minijobs sind für Studierende, Rentnerinnen und Rentner sowie für Nebenverdienerinnen und Nebenverdiener eine flexible Einkommensquelle. Würden sie entfallen oder stark eingeschränkt, könnten viele auf reguläre sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten angewiesen sein oder ganz aus dem Arbeitsmarkt fallen. Handel und Handwerk befürchten insbesondere in Filialnetzen, Bäckereien und in der Gastronomie erhebliche Personalengpässe.

Für Arbeitgeber bedeutet die Abschaffung der Minijobs höhere Lohnnebenkosten. Kleine Betriebe, die bislang auf geringfügige Kräfte setzten, stünden vor der Wahl, neue Vollzeit- oder Teilzeitverträge anzubieten, die Arbeitszeit zu reduzieren oder Personal abzubauen. Ökonominnen und Ökonomen warnen zudem vor dem Risiko wachsender Schwarzarbeit, sollte die bürokratische und finanzielle Hürde für legale Beschäftigung steigen.

Politisch steht nun die Frage im Raum, wie ein gerechter Übergang aussehen könnte. Diskutiert werden gestaffelte Übergangsfristen, angepasste Beitragsmodelle für kleine Einkommen oder spezielle Freibeträge, um vulnerable Gruppen zu schützen. Kritikerinnen und Kritiker einer schnellen Abschaffung fordern zudem flankierende Maßnahmen wie Qualifizierungsangebote und Zuschüsse für kleine Unternehmen.

  • Betroffene Gruppen: Studierende, Rentnerinnen und Rentner, Nebenverdienerinnen und Nebenverdiener
  • Risiken: Arbeitsplatzverluste, höhere Lohnkosten, Anstieg der Schwarzarbeit
  • Mögliche Gegenmaßnahmen: Übergangsfristen, Beitragsentlastungen, Förderprogramme

Die Debatte dürfte die kommenden Wochen bestimmen, wenn politische Gremien und Verbände ihre Positionen konkretisieren. Für viele Beschäftigte bleibt vorerst eine große Unsicherheit darüber, wie sich Arbeit und Einkommen in der Praxis verändern werden.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: wiwo.de
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